Aktuelle Berichte der Stiftung SLW

 

Medienprojekt mit Fachoberschule Altötting

Film ab für gelungene Integrationsarbeit

Am Ende sind es vier Kurzfilme, die die Schüler des Sozialen Zweiges der Fachoberschule (FOS) im Franziskushaus Altötting vorstellen: zu sehen sind Jugendliche aus der FOS und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus dem Franziskushaus Altötting, die in nachgespielten Alltagsszenen der Frage auf den Grund gehen: „Wie stark unterscheiden wir uns eigentlich?“

Mit Unterstützung von Helmut Huber, Praxisbeauftragter der FOS-Schule, und Angela Estermaier, Sozialpädagogin im Franziskushaus, ist dieses Kooperationsprojekt entstanden und feierte am vergangenen Montag mit der Präsentation der Filmbeiträge im Vortragssaal der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, seinen Abschluss.

 Integrationsarbeit im Franziskushaus Altötting: Medienprojekt mit FOS Altötting

Eine Woche hatten die gemischten Teams mit Unterstützung der Münchner Medienpädagogin Maria Ritz an Drehbüchern gearbeitet, die Szenen mit iPads gefilmt, geschnitten und mit Musik unterlegt.  Foto:SLW

Rund 20 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Altötting sowie 15 junge Flüchtlinge, die in vier heilpädagogischen Wohngruppen im Franziskushaus und in der Georgenstraße betreut werden, sitzen im abgedunkelten Vorführraum und verfolgen konzentriert die Premiere ihrer Kurzfilme. In einem Beitrag wollen Schüler der FOS zwei jungen Flüchtlingen helfen, ein Zugticket am Fahrkartenautomaten zu lösen, kommen jedoch selbst ins Straucheln angesichts der komplizierten Bedienungsanleitung. „Wir unterscheiden uns nicht viel voneinander“, schmunzelt ein Darsteller aus den Reihen der FOS-Schüler, seine Kolleginnen nicken zustimmend.

Genau darum geht es Frank Einwanger, Pädagogischer Leiter des Franziskushauses, und Rudolf Geier, Leiter der FOS-BOS-Schule: Begegnungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen anbahnen und den Austausch fördern. „Dieses Projekt“, so Schulleiter Geier, „hat den Unterricht enorm bereichert und hilft Vorurteile abzubauen.“ Rudolf Geier nutzte sein Grußwort, um den anwesenden Vertretern des Jugendamts über die neuesten Planungen zur Aufnahme von jungen Flüchtlingen an der Fachoberschule zu unterrichten. Ab dem neuen Schuljahr werden zwei Integrationsklassen und eine Integrationsvorklasse eingerichtet für ausländische Jugendliche und Asylbewerber, die damit den Zugang zum Fachabitur erhalten.

Die jungen Flüchtlinge aus dem Franziskushaus sind auf einem guten Weg, die Voraussetzung dafür - die Beherrschung der deutsche Sprache -  immer mehr zur erfüllen. Nach einem dreiviertel Jahr Deutschunterricht haben sie bewiesen, dass sie mit den Schülern der Fachoberschule Projekte realisieren können. Sehr zur Freude von Franziskushausleiter Johannes Erbertseder, der das Kooperationsprojekt als „erfolgreichen Beitrag zur Integration“ wertet.